Printzeitungen schnappen nach Luft. Ihr Marktanteil wird von digitalen Angeboten verschlungen. Es ist ein langsamer, schmerzhafter Niedergang. Aber hier ist die Wendung. Das Internet hat den 24-Stunden-Nachrichtensender nicht zerstört. Es hat einfach das Spiel verändert.
Die Leute schauen immer noch zu. Sie töten nicht nur die Zeit in Flughafenterminals. Für die Mehrheit der Amerikaner bleibt das Fernsehen die wichtigste Nachrichtenquelle. Eine Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2013 ergab, dass 55 Prozent des Landes aktuelle Ereignisse aus dem Fernsehen beziehen.
Schauen Sie sich diese Zahl genauer an.
- 26 Prozent schauen sich unspezifische Sender an.
- 8 Prozent schalten FOX News ein.
- 7 Prozent schauen CNN.
Das sind keine kleinen Zahlen.
Die Konkurrenz wird hart. CBS versuchte im November 2014 in den Ring zu springen. Sie starteten einen 24-Stunden-Nachrichtensender. Aber sie haben kein Geld für die Kabelinfrastruktur verschwendet. Es war nur online. Der Markt ist gesättigt. Man kann die Leute nicht mehr einfach mit einem Kanal beschimpfen.
Wie passen sich 24-Stunden-Nachrichtensender an den digitalen Wandel an?
Sie müssen. Der Betrieb eines eigenen Nachrichtensenders ist teuer. Jüngere Generationen verzichten auf den Fernseher. Sie werden auf Computer und Smartphones geklebt. Der zukünftige Verbraucher könnte sich weigern, den Kabelanschluss vollständig zu abonnieren. Sie werden alles aus dem Internet streamen.
Die demografische Entwicklung verändert sich schnell.
Im Jahr 2002 bezeichneten 80 Prozent der 18- bis 29-Jährigen das Fernsehen als ihre wichtigste Nachrichtenquelle. Bis 2010 sank diese Zahl auf 52 Prozent. Der Anteil des Internets stieg in derselben Altersgruppe von 23 Prozent auf 65 Prozent.
Auch das ältere Publikum verändert sich. Im Jahr 2007 nutzten Amerikaner im Alter von 65 Jahren und älter nur 5 Prozent ihrer Nachrichten aus dem Internet. Im Jahr 2010 waren es 13 Prozent.
Ist das schlecht für traditionelle Sender? Vielleicht auch nicht.
Die Nachfrage nach Sofortnachrichten nimmt zu. Es stirbt nicht. Es bewegt sich. Junge Leute lesen online. Sie streamen ihre Lieblingsfernsehsendungen auch online.
Die Daten belegen dies. Adobe, dessen Software die meisten Kabel-Logins unterstützt, meldete einen massiven Anstieg. Die Nutzung von Kabelfernsehen über das Internet stieg Mitte 2014 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2013 um 388 Prozent.
Die Leute schauen immer noch zu. Sie haben einfach den Ort gewechselt, an dem sie zuschauen. Der Bildschirm ist anders. Das Publikum ist jünger. Aber der Hunger nach dem Nachrichtenzyklus bleibt bestehen.
Wird das Kabel sterben?
Wahrscheinlich. Nicht heute. Aber das Modell ist der Hammer. Die Zuschauerzahlen schwanken. Und die Kosten für die Aufrechterhaltung eines alten Kanals steigen, während das Publikum schrumpft.
Zurück bleibt eine hybride Welt. Die Streaming-Zahlen sind gestiegen. Traditionelle Bewertungen halten am seidenen Faden fest.
Was passiert, wenn die nächste Generation sich weigert, überhaupt für Kabel zu bezahlen?















