Sie kippen um.
Das ist das krasse Bild, das sich aus der neuesten Analyse der britischen Hummelpopulationen ergibt. Da Hitzewellen häufiger werden, kämpfen diese flauschigen Bestäuber ums Überleben.
Die Daten stammen aus dem nationalen Überwachungssystem des Bumblebee Conservation Trust. Es zeichnet ein düsteres Bild für Großbritanniens Sommerikonen. Die Ergebnisse zeigen einen starken Rückgang nach der rekordverdächtigen Hitze des Jahres 2020, die Auswirkungen bleiben jedoch bestehen.
Großbritannien hat gerade die dritte Hitzewelle innerhalb von drei Monaten hinter sich gelassen. Die Temperaturen bewegten sich in einem gefährlichen Bereich, in dem Bienen nicht fliegen können, ohne eine tödliche Überhitzung zu riskieren.
Aber warum tötet Hitze sie?
Es ist nicht nur Pech. Es ist Biologie.
Britische Arten haben sich für ein kühleres Klima entwickelt. Ihre dicken, pelzigen Körper sind dazu bestimmt, Wärme zu speichern. Ihre kräftigen Flugmuskeln erzeugen bei der Arbeit Wärme. Es ist das perfekte System für einen nieseligen britischen Nachmittag.
In einer Hitzewelle? Es ist eine Falle.
Dr. Richard Comont, der Wissenschaftsmanager des Trusts, erklärt die Mechanismen einfach.
„Sie kochen sich tatsächlich von innen heraus.“
Wenn die Lufttemperatur 28 bis 32 °C erreicht, wird es gefährlich. Bienen fliegen weiter, verbrennen Muskelenergie und erzeugen innere Wärme. Wenn sie dieser Hitze nicht entkommen können, steigt ihre Kerntemperatur.
Sobald die Innentemperatur 40 °C überschreitet, sterben sie ab.
Buchstäblich. Sie fallen aus der Luft.
Der Absturz von 2022
Die Zahlen erzählen die Geschichte.
Im Jahr 2022 gab es in Großbritannien drei offizielle Sommerhitzewellen. Die Temperaturen erreichten 40,3°C. Die Bevölkerungszahlen gingen stark zurück.
Drei der häufigsten Arten wurden am stärksten getroffen:
- Kardenbienen: Rückgang um 35 %.
- Bienen mit braunem Schwanz: 25 % gesunken.
- Rotschwanzbienen: Rückgang um 20 %.
Dies waren nicht nur einmalige Tropfen. Die Kolonien hatten Mühe, sich zu erholen. BeeWalk-Daten zeigten, dass die Zahl der Königinnen bis weit ins Frühjahr 2023 unterdurchschnittlich blieb.
Ist jedes warme Jahr eine Katastrophe? Nein.
Frühere warme Sommer waren für einige Arten gut, insbesondere für solche mit südlichen Verbreitungsgebieten. Das Problem ist die Intensität. Extreme Hitze gepaart mit Dürre ist tödlich.
Die doppelte Bedrohung durch Hitze und Hunger
Überhitzung ist das halbe Problem.
Die andere Hälfte ist Hunger.
Kolonien sind darauf angewiesen, dass Arbeiter ständig Nektar und Pollen einbringen. Wenn blühende Pflanzen aufgrund von Regenmangel vertrocknen, geht die Nahrung verloren.
Nahrungssuche ist eine mathematische Gleichung für Hummeln. Sie müssen „Gewinn erwirtschaften“.
Dr. Paul Williams vom Natural History Museum nimmt diese Energieberechnung zur Kenntnis. Wenn eine Biene Energie darauf verschwendet, trockene Blumen nach Nektar zu durchsuchen, der nicht vorhanden ist, verliert das Bienenvolk.
Wenn Lebensmittel knapp sind:
* Larven entwickeln sich langsam.
* Kolonien werden schwächer.
* Für das nächste Jahr werden weniger neue Königinnen produziert.
Dies ist kein lokales Problem. Es steht im Zusammenhang mit dem durch den Klimawandel verursachten globalen Temperaturanstieg. Das Vereinigte Königreich ist auf dem Weg zu häufigeren, intensiveren Hitzeereignissen.
Wie man Hummeln im wärmer werdenden Vereinigten Königreich hilft
Naturschützer plädieren für sofortiges Handeln. Das Ziel? Schaffen Sie blumenreiche Lebensräume.
Sie brauchen keine Hektar Land. Ein Topf mit einheimischen Wildblumen funktioniert.
Dr. Sarah Beynon leitet eine auf Wildtiere spezialisierte Farm in Westwales. Sie verwandelte ihr Land in nur zehn Jahren von einer „Wildtierwüste“ in ein Naturschutzgebiet. Sie pflanzte Wiesen, Weiden und Spätblüher.
Aber ihr Rat für normale Leute ist einfacher.
„Ihr Blumentopf ist eine Tankstelle“, sagt sie.
Es ist ein Tankstopp für Insekten, die durch von Menschen dominierte Landschaften ziehen.
Dr. Comont schlägt vor, einen Teich anzulegen, egal wie klein er ist. Auch der Schatten ist wichtig.
Warum?
Hummeln transportieren kein Wasser wie Honigbienen. Sie beziehen den größten Teil ihrer Flüssigkeitszufuhr aus Nektar. Pflanzen in der Nähe von Wasser produzieren Nektar mit höherem Feuchtigkeitsgehalt.
„Blumen, die in der Nähe von Wasser wachsen, neigen dazu, Nether mit mehr Feuchtigkeit zu produzieren“, bemerkt Comont. Dies hilft den Kolonien, widerstandsfähig zu bleiben, wenn es heiß wird.
Dichte Sträucher spenden Schatten. Sie bieten kühlere Lufttaschen, durch die sich Bienen bewegen können.
Wir gestalten das Klima neu. Die Bienen zahlen den Preis. Aber es bleibt noch ein Handlungsfenster.
Ein Topf. Ein Fleckchen Schatten. Es hilft.















