Vulkane brechen nicht nur in Feuer und Asche aus; Sie erzeugen außerdem zarte, glasartige Strähnen, die menschlichem Haar ähneln. Diese als Peles Haare bekannten Formationen sind dünne vulkanische Glasfasern, die in der Nähe aktiver Vulkane an Orten wie Hawaii und Island vorkommen. Der Name stammt von Pele, der hawaiianischen Vulkangöttin.

Wie sich Peles Haare bilden

Forscher haben herausgefunden, dass diese Stränge entstehen, wenn blasiges Magma durch vulkanische Gase und Wind ausgedehnt wird. Im Gegensatz zu Obsidian, einem anderen vulkanischen Glas, sind Peles Haare typischerweise hellbraun oder gelb. Manche Stränge können bis zu 60 cm lang werden und vom Wind kilometerweit getragen werden. Bei jüngsten Aktivitäten am Kilauea-Vulkan auf Hawaii wurden diese Stränge bis zu 20 Meilen entfernt in Pahala gefunden.

Die Wissenschaft hinter den Strängen

Dabei wird Lava in die Luft geschleudert und dann durch Gasstrahlen herausgeschleudert. Laut Janina Gillies, einer Geologin an der University of Canterbury, „können sie vom Wind weggeschleudert werden.“ Durch diese Dehnung entstehen unglaublich dünne Glasfasern, die sich vom dickeren, glänzenden schwarzen Obsidian unterscheiden.

Warum das wichtig ist

Peles Haare sind ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Vulkane unerwartete Formationen schaffen. Es ist zwar schön, erinnert aber daran, dass vulkanische Aktivität Materialien über weite Strecken transportieren und sich auf umliegende Gemeinden auswirken kann. Die Untersuchung dieser Stränge liefert Einblicke in das Magmaverhalten und die Gasdynamik bei Vulkanausbrüchen.

Vulkanische Glasstränge sind ein einzigartiges Nebenprodukt der Magmaausdehnung und -drehung und bieten einen seltenen Einblick in die Prozesse, die Vulkanlandschaften formen.