Eine einzelne DMT-Dosis ist vielversprechend bei der Behandlung schwerer Depressionen

Eine einzelne, medizinisch verabreichte Dosis des starken psychedelischen Medikaments Dimethyltryptamin (DMT) in Kombination mit einer Psychotherapie hat laut jüngsten Ergebnissen klinischer Studien eine schnelle und anhaltende Besserung bei Patienten mit behandlungsresistenter Depression gezeigt. Diese Forschung weist auf einen neuen potenziellen Weg für die Millionen Menschen weltweit hin, die auf herkömmliche Antidepressivum-Behandlungen nicht ansprechen.

Bahnbrechende Erkenntnisse aus dem Prozess gegen das Imperial College London

An der von Forschern des Imperial College London durchgeführten und in Nature Medicine veröffentlichten Studie nahmen 34 Teilnehmer mit mittelschwerer bis schwerer Depression teil, die auf mindestens zwei vorherige Antidepressiva nicht angesprochen hatten. Die Hälfte erhielt eine intravenöse Einzeldosis von 21,5 mg DMT, während die andere Hälfte ein Placebo erhielt. Alle Teilnehmer nahmen gleichzeitig an einer Psychotherapie und Nachuntersuchungen teil. Die Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die DMT erhielten, eine signifikante und dauerhafte Verringerung der depressiven Symptome erlebten, wobei die Verbesserungen bis zu sechs Monate anhielten.

Der leitende Forscher, Dr. David Erritzoe, betonte die Geschwindigkeit und Dauerhaftigkeit der Wirkung: „Es gibt eine sofortige antidepressive Wirkung, die über einen Zeitraum von drei Monaten deutlich anhält … Dies ist eine Sitzung mit einem Medikament, eingebettet in psychologische Unterstützung.“

Warum das wichtig ist: Das Ausmaß behandlungsresistenter Depression

Schätzungsweise 100 Millionen Menschen weltweit leiden an einer behandlungsresistenten Depression, einer Erkrankung, bei der bestehende Medikamente und Therapien keine Linderung bringen. Etwa die Hälfte dieser Personen hat aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung Schwierigkeiten, grundlegende Alltagsaufgaben zu erledigen. Der derzeitige Mangel an wirksamen Behandlungen für diese Bevölkerungsgruppe unterstreicht die Dringlichkeit der Erforschung alternativer Ansätze.

Wie DMT funktioniert: Denkmuster umstrukturieren

Es wird angenommen, dass Psychedelika wie DMT die Wirksamkeit der Psychotherapie steigern, indem sie fest verwurzelte negative Gedankenmuster durchbrechen. Dr. Erritzoe verwendet eine Analogie: „Sie verteilen den Schnee neu, damit es einfacher ist, neue Spuren zu ziehen … die Landschaft wurde abgeflacht.“

Die DMT-Erfahrung selbst ist intensiv und löst starke Halluzinationen aus, die die Wahrnehmung von Zeit, Raum und Selbst verändern. Die Studie zeigt jedoch, dass eine Einzeldosis ausreichend sein könnte, da eine zweite Dosis keinen zusätzlichen Nutzen brachte. Die kürzere Dauer der DMT-Reise (etwa 25 Minuten gegenüber mehreren Stunden für Psilocybin) könnte sie für die klinische Verabreichung praktischer machen.

Regulatorische und ethische Bedenken

Der Weg zu einem flächendeckenden Zugang ist zwar vielversprechend, bleibt aber ungewiss. Experten gehen davon aus, dass die DMT-gestützte Therapie im Falle einer Zulassung wahrscheinlich nur in Privatkliniken verfügbar sein wird, was Fragen zur Erschwinglichkeit und zum gleichberechtigten Zugang aufwirft. Die Feilding-Kommission wurde eingerichtet, um eine sichere Einführung psychedelisch unterstützter Therapien zu überwachen, da Bedenken hinsichtlich des kommerziellen Drucks bestehen, der die Patientensicherheit gefährden könnte.

Die Studie wurde von Cybin UK, einem neuropsychiatrischen Unternehmen, finanziert und knüpft an positive Ergebnisse ähnlicher Studien mit Psilocybin („Zauberpilzen“) an. Diese wachsende Zahl an Beweisen beschleunigt den Druck auf die behördliche Zulassung von Psychedelika zur Behandlung von Depressionen.

Letztendlich bieten diese Ergebnisse einen Hoffnungsschimmer für diejenigen, die gegen behandlungsresistente Depressionen kämpfen, aber eine sorgfältige Umsetzung und ethische Überwachung werden entscheidend sein, um sicherzustellen, dass diese Therapien verantwortungsvoll und effektiv durchgeführt werden.