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Die unsichtbaren Ebenen des Weltraums: Warum nicht alles zur Seite fällt

Auf Abbildungen sieht das Sonnensystem ordentlich aus: Planeten, die die Sonne in einem flachen Kreis umkreisen. Aber was ist mit „unterhalb“ dieser Ebene? Warum sind Umlaufbahnen nicht chaotisch, und die Planeten fliegen in alle Richtungen? Die Antwort ist nicht einfach, und sie reicht weit über unsere Sonne hinaus und offenbart Schichten kosmischer Organisation.

Die Illusion von „Oben“ und „Unten“

Unser Orientierungssinn kommt von der Schwerkraft. Auf der Erde fallen die Dinge nach „unten“. Aber „unten“ ist relativ. Jemand auf der anderen Seite des Planeten betrachtet Ihr „Unten“ als sein „Oben“. Im Weltraum gilt die Konvention, dass Umlaufbahnen oberhalb der Ebene des Sonnensystems gegen den Uhrzeigersinn und solche unterhalb der Ebene im Uhrzeigersinn erscheinen. Dies ist jedoch nur eine Möglichkeit, Bewegung zu beschreiben, keine inhärente Richtung.

Jenseits des Sonnensystems: Galaktische Ebenen

Wenn Sie herauszoomen, wird die Geschichte tiefer. Auch die Milchstraße, die Heimat unserer Sonne, hat eine Ebene: die galaktische Ebene, in der die meisten Sterne das galaktische Zentrum umkreisen. Diese Ebene ist nicht auf die Ekliptik des Sonnensystems ausgerichtet; Sie sind um 60 Grad versetzt. Das bedeutet, dass unser übersichtliches Sonnensystem in einer größeren, chaotischeren Struktur geneigt ist.

Das Muster hört hier nicht auf. Die Milchstraße selbst ist Teil der Lokalen Gruppe, einem Galaxienhaufen. Diese neigen auch dazu, sich innerhalb einer anderen Ebene, der supergalaktischen Ebene, nahezu senkrecht zur galaktischen Ebene auszurichten. Diese Stapelung von Ebenen legt nahe, dass etwas Grundlegendes die Strukturbildung im Universum bestimmt.

Wie sich Strukturen ausrichten: Der Zusammenbruch der Wolken

Der Schlüssel liegt in der Entstehung dieser Strukturen. Die Sonne und die Planeten entstanden aus einer massiven, rotierenden Wolke aus Gas und Staub, die als Sonnennebel bezeichnet wird. Als die Schwerkraft diese Wolke nach innen zog, nahm jede anfängliche Rotation an Geschwindigkeit zu. Durch Kollisionen zwischen Partikeln innerhalb der Wolke wurde die Struktur nach und nach zu einer Scheibe abgeflacht. Teilchen mit geneigten Umlaufbahnen kollidierten und orientierten sich neu, um sich schließlich in einer gemeinsamen Ebene niederzulassen.

Dieser Vorgang wiederholt sich in größeren Maßstäben. Die Sterne der Milchstraße richteten sich durch ähnliche Wechselwirkungen in einer galaktischen Ebene ein, und die Galaxien in der Lokalen Gruppe richteten sich in der supergalaktischen Ebene aus. Die anfängliche Drehung der ursprünglichen Wolke bestimmte die Ausrichtung von allem, was sich daraus bildete.

Die Perspektive des Universums

Was ist also „unter“ der Erde? Es gibt nicht viele Umlaufbahnen in diese Richtung, aber wenn man weit genug reist, findet man andere Sterne und Planeten mit völlig unterschiedlichen Ausrichtungen. Andere Galaxien würden in völlig andere Richtungen zeigen.

Dem Universum sind unsere „Daunen“ egal. Unsere Perspektive beschränkt sich auf unser Sonnensystem, unsere Galaxie und die unmittelbare Umgebung. Auf kosmischen Maßstäben ist die Richtung relativ.

Dies verdeutlicht eine demütigende Wahrheit: Das Universum ist nicht um uns herum aufgebaut. „Down“ ist nur eine lokale Konvention, und die großen Strukturen des Weltraums werden durch den chaotischen, aber dennoch strukturierten Zusammenbruch uralter Wolken geformt.

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