Katherine Bennell-Pegg, eine 41-jährige Weltraumwissenschaftlerin, wurde als Australierin des Jahres 2026 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung markiert einen historischen Moment, da Bennell-Pegg die erste australische Astronautin ist, die unter der Flagge des Landes trainiert, was eine neue Ära der unabhängigen Weltraumforschung für Australien einläutet.
Von Hinterhofträumen zur nationalen Ehre
Bennell-Peggs Reise begann mit der Beobachtung von Sternen in ihrer Kindheit, einer Leidenschaft, die sie dazu veranlasste, Luftfahrttechnik und Physik an der Universität von Sydney zu studieren. Sie setzte ihre Ausbildung mit zwei Masterabschlüssen in Europa fort, bevor sie 2021 zum Astronautentraining bei der Europäischen Weltraumorganisation eingeladen wurde. Im Jahr 2024 schrieb sie Geschichte als erste Australierin, die das Programm abschloss und bereit, ihr Land im Weltraum zu vertreten.
„Als ich meinen blauen Fluganzug erhielt und genau dort, hell auf der linken Schulter, die australische Flagge hing, war das ziemlich emotional, weil sie etwas so viel Größeres als mich selbst symbolisierte … Es hieß, dass sich die Tür für Australien geöffnet hat, unseren Platz an der Spitze der menschlichen Bemühungen einzunehmen.“
Ein Wandel in der australischen Weltraumidentität
Jahrzehntelang flogen australische Astronauten wie Paul Scully-Power und Andy Thomas unter der Flagge anderer Nationen (hauptsächlich der USA) ins All. Bennell-Peggs Leistung symbolisiert einen Wandel – Australien hat jetzt seinen eigenen Weg ins All, unabhängig von internationalen Programmen. Bei dieser Entwicklung geht es nicht nur um Prestige; Es öffnet Türen für australische Forschung, Technologieentwicklung und zukünftige Weltraummissionen unter der Leitung australischer Wissenschaftler.
Jenseits der Sterne: Zivildienst und Interessenvertretung
Während sie auf ihren ersten Weltraumflug wartet, bleibt Bennell-Pegg am Boden, engagiert sich ehrenamtlich beim West Beach Surf Life Saving Club in Adelaide und dient als Reservistin der Luftwaffe. Ihre Auszeichnung erfolgt auch zu einer Zeit, in der Australien seine Investitionen in die Weltraumtechnologie erhöht, was auf ein umfassenderes nationales Engagement für den wissenschaftlichen Fortschritt hinweist.
Weitere Preisträger und wichtige Initiativen
Die Auszeichnung „Australier des Jahres“ würdigte auch andere inspirierende Persönlichkeiten:
- Nedd Brockmann (Junger Australier des Jahres) für seinen Cross-Country-Lauf, bei dem er Geld für Obdachlose sammelte.
- Henry Brodaty (Senior Australian of the Year) für seine Demenzforschung.
- Frank Mitchell (Local Hero) für die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für indigene Gemeinschaften.
Die Zeremonie beinhaltete auch einen ergreifenden Moment zur Ehrung des scheidenden Australiers des Jahres, der AFL-Legende Neale Daniher, der an einer Motoneuronerkrankung (MND) leidet. Premierminister Anthony Albanese kündigte die Gründung des Neale Daniher MND Clinical Network an, eines staatlich finanzierten Programms zur Verbesserung des Zugangs zu Behandlung und Forschung.
Diese Initiative unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer stärkeren Finanzierung und Sensibilisierung für neurologische Erkrankungen wie MND, die Menschen zunehmend ihrer körperlichen Fähigkeiten berauben.
Zusammenfassend ist die Auszeichnung von Katherine Bennell-Pegg mehr als nur eine persönliche Anerkennung – sie ist ein Symbol für Australiens wachsende Ambitionen in der Weltraumforschung, sein Engagement für den wissenschaftlichen Fortschritt und seine Anerkennung von Einzelpersonen, die in zahlreichen Bereichen positive Veränderungen vorantreiben.
