Jerome Robbins begann sein Leben als Jerome Rabinowitz, wurde aber auf der Bühne zu etwas ganz anderem. Er wurde am 11. Oktober 1918 in New York City geboren und dominierte bis zu seinem Tod am 29. Juli 1998 die amerikanische Tanz- und Theaterlandschaft. Er war nicht nur ein Tänzer. Er war ein Choreograf und Regisseur, der die Art und Weise, wie wir Geschichten durch Bewegung erzählen, revolutionierte.
Vom Balletttänzer zum Broadway-Star
Seine Karriere begann nicht mit großen Musicals. Es begann in den Schützengräben des Balletts. 1940 trat er als Darsteller dem Ballet Theatre bei, das später zum American Ballet Theatre wurde. Der Durchbruch gelang ihm jedoch, als er hinter die Kulissen trat, um seine eigenen Werke zu schaffen.
Sein erster großer choreografischer Erfolg war Fancy Free. Es wurde eine Partitur von Leonard Bernstein verwendet. Das Stück war so gut, dass es 1944 zum Musical „On the Town“ erweitert wurde. Dieser Erfolg brachte ihn 1948 zum New York City Ballet, wo er nicht lange als Tänzer blieb. Von 1950 bis 1959 wurde er schnell stellvertretender Direktor. Während dieser Zeit schuf er viele Werke für das Unternehmen und bewies, dass er sowohl führen als auch treten konnte.
Die Broadway-Dominanz
Man erinnert sich oft an Robbins, weil er „wie Jerome Robbins den Broadway durch bloße Kraft seiner Vision revolutionierte“. Er brachte eine besondere Intensität auf die Bühne. Seine Hitliste liest sich wie ein Greatest-Hits-Album aus der Mitte des Jahrhunderts in Amerika.
Er choreografierte „The King and I“ im Jahr 1951. Der Film wurde 1956 verfilmt. Dann kam „West Side Story“ im Jahr 1957. Dieser wurde 1961 zu einem berühmten Film. Er arbeitete auch an „Gypsy“ im Jahr 1959, das später 1993 eine Fernsehversion hatte. Und „Fiddler on the Roof“ im Jahr 1964.
Eine einzigartige Stilmischung
Was hat seine Arbeit zum Bleiben gebracht? Es war nicht nur technisches Können. Seine Choreografie vermischte moderne, akademische und populäre Tanzstile. Er mischte verschiedene amerikanische Redewendungen zu etwas Zusammenhängendem. Es war unverwechselbar. Es war amerikanisch.
Später in seiner Karriere kehrte er zum New York City Ballet zurück. Von 1969 bis 1983 fungierte er als Hauschoreograf und Ballettmeister. Dann trat er erneut in Erscheinung. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1990 war er neben Peter Martins Co-Direktor.
Sein Vermächtnis liegt nicht nur in den Schritten, die er lehrte. Es liegt an der Art und Weise, wie er hohe Kunst mit der Energie auf Straßenebene verband. Er hat bis zum Schluss immer wieder Grenzen überschritten. Wir sehen seinen Einfluss noch heute in jeder scharfen, emotionalen Bewegung auf der Bühne. Oder doch?
