Erbrechen ist die häufigste Beschwerde in Tierkliniken. Die Natur nutzt es als Reinigungsmechanismus, um Reizstoffe wie verdorbene Lebensmittel auszuscheiden. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ein Hund erbricht.
Die Ursache kann weitaus schwerwiegender sein. Virusinfektionen. Lebererkrankung. Pankreatitis. Nierenversagen. Man kann den Unterschied nicht durch Hinsehen erkennen. Wenn der Hund depressiv ist, ist eine professionelle Diagnose erforderlich. Bei Blut ist ein Arzt nötig.
So bewältigen Sie die anfängliche Krise zu Hause.
Sofortmaßnahmen bei erbrechenden Hunden
Die erste Regel ist Zurückhaltung. Den Darm aushungern lassen.
Schritt 1
Entfernen Sie für 12 bis 24 Stunden alle Lebensmittel und Wasser. Dies gibt der Magenschleimhaut Zeit, sich zu beruhigen. Dehydrierung ist ein Risiko, aber das Erzwingen von Wasser führt oft zu mehr Erbrechen. Geduld ist hier der Schlüssel.
Schritt 2
Suchen Sie nach Warnsignalen. Enthält das Erbrochene Blut? Passiert es ständig? Wenn ja, hören Sie jetzt auf zu lesen und rufen Sie Ihren Tierarzt an. Warten Sie nicht. Wenn das Erbrechen aufgehört hat und der Hund stabil zu sein scheint, fahren Sie mit Schritt 3 fort.
Wiedereinführung von Nahrung und Wasser
Sobald die Fastenzeit vorbei ist und kein Erbrechen aufgetreten ist, beginnen Sie langsam wieder.
Schritt 3
Bieten Sie Wasser in kleinen Mengen an. Beginnen Sie mit 1 bis 2 Unzen. Warten. Wenn der Hund es unter Kontrolle hält, führen Sie eine Schonkost ein.
Verwenden Sie eine 50:50-Mischung aus gekochtem, hautlosem Hühnchen und Reis. Kleine Portionen füttern. Wenn der Hund damit zu kämpfen hat, beginnen Sie in den nächsten zwei Tagen wieder mit der Umstellung auf normales Futter. Mischen Sie zunehmende Mengen normaler Trockenfutter mit der Schonkost, bis sich der Magen vollständig erholt hat.
Können Sie Humanmedikamente verwenden?
Pepto-Bismol gilt oft als sicher für Hunde. Aber die Dosierung ist schwierig.
Schritt 4
Rufen Sie Ihren Tierarzt an, um die empfohlene Dosis zu erfahren. Raten Sie nicht. Eine Überdosierung kann zu Toxizität führen.
Wann man sich Sorgen machen sollte
Dieses Protokoll funktioniert bei einfachen Magenbeschwerden. Die Grunderkrankung wird dadurch nicht behoben. Wenn Ihr Hund nach 24 Stunden Fasten immer noch erbricht oder lethargisch wirkt, suchen Sie sofort professionelle Hilfe auf.
Die Geburt eines Hundes ist eine ganz andere Geschichte. Das ist ein komplexer physiologischer Vorgang. Wenn während der Wehen Probleme auftreten, ist eine andere Vorbereitung erforderlich. Das ist eine eigene Krise.